Wer mich fragt, was ich in meinem ganz normalen Alltag so esse, bekommt oft dieselbe Antwort: Kohl. Ich liebe Kohl und bin überzeugt, dass er einen festen Platz im Speiseplan verdient, ob roh oder nicht. Dabei ist Kohl ein Lebensmittel, das kaum noch Beachtung findet: Irgendwie altmodisch, Arme-Leute-Essen, und Sauerkraut gilt sowieso als unsexy. Zu Unrecht! Sauerkraut ist wohlschmeckend, bekömmlich und ich bekomme regelmässig richtig Lust darauf. Es gibt allerdings grosse Qualitätsunterschiede: Aus der Dose aus dem Supermarkt bekommst du kein Sauerkraut in Rohkost-Qualität. Schau dafür im Naturkostladen oder auf dem Wochenmarkt nach unpasteurisiertem Sauerkraut, am schönsten von jemandem, der es selbst herstellt. Sauerkraut aus jungem Kohl erkennst du übrigens an den hellen Blättern im Kraut. Es ist einfach köstlich! Und am liebsten mag ich es so, wie meine Grossmutter es gemacht hat: Als Apfel-Rahm-Sauerkraut. Nur dass bei mir kein Topf auf dem Herd steht und kein Speck mitkocht.
Sauerkraut ist Superfood
Die Superfoods sind ja mega im Trend, wobei auffällig ist: Meist handelt es sich um Lebensmittel, die von weither kommen und viel Geld kosten. Ich habe nichts gegen diese Exoten, bin aber gleichzeitig immer auf der Suche nach „Superfoods“, die vor Ort wachsen, die wenig oder gar nichts kosten und die für uns in unserer Region gemacht sind. Wildkräuter zum Beispiel. Und eben auch Sauerkraut! Es ist ein fermentiertes, probiotisches Lebensmittel voller lebendiger Mikroorganismen und Milchsäure, dazu bringt es B-Vitamine mit und Vitamin C steckt darin, mehr als die meisten vermuten. Die traditionelle Küche wusste schon, warum ein Fass Sauerkraut in den Keller gehörte: Es brachte Frisches und Lebendiges durch den Winter, lange bevor es Kühlschränke gab.
Nach dieser Art zubereitet schmeckt mir Sauerkraut so unglaublich gut. Es erinnert an das Sauerkraut aus Kindertagen, nur dass es nicht gekocht wird und ohne tierisches Eiweiss auskommt. Ich kann dir wirklich nur nahelegen, dieses Rezept auszuprobieren!


Grossmutters Apfel-Rahm-Sauerkraut
von NaturkraftPur- Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Reibe
Zutaten
- 250 g Sauerkraut - unpasteurisiert, Rohkost-Qualität
- 1 Stück Apfel - nicht mehlig, frisch gerieben
- 60 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Cashews - 2 Std. eingeweicht
- 50 ml Wasser
- 1 EL Leindotteröl - optional, aber empfohlen
- 1 Prise Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Salz - nach Geschmack
- 1 Prise Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Pfeffer - nach Geschmack
Zubereitung
- Sauerkraut wenn nötig abtropfen und in eine Schüssel geben.
- Apfel mit einer Reibe kleinreiben und hinzugeben.
- Salzen und pfeffern.
- Die eingeweichten Cashews mit dem Wasser und Öl zu einer rahmartigen Sauce mixen und über das Sauerkraut geben.
- Alles gut vermischen und evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Notizen
Kohl kann auch scharf: Der Laos Blumenkohl-Brokkoli-Salat.
23 Kommentare
Hallo, ich nochmal, möchte schon lange den Cashewverbrauch ein wenig reduzieren (hängt mit der
Pflanze und dem schwierigen „Ernten“ dieser Nüsse zusammen), ja und jetzt habe ich heute dieses
wundervolle Rezept mal mit einer Mischung aus Hanfsamen und Mandelmilch probiert. O.k., wie
zu erwarten nicht ganz so cremig, aber ziemlich ebenbürtig im Geschmack!
Das dafür unverzichtbare Leindotteröl bestelle ich jetzt bei Topfruits.Bei Tea Nova, Ölmühle an der
Havel hab ich das bisher intensivste und beste Leindotteröl gefunden.
Preislich aber mehr als doppelt so teuer.
Da Topfruits ein super Laden ist, und das Öl, wie alles dort, gut, hier meine Empfehlung:
https://www.topfruits.de/produkt/leindotteroel-camelina-sativa-kaltgepresst-hoher-omega-3-gehalt-angenehmer-geschmack
Herzliche Grüße
Hannelore
Hallo, nochwas:
seit 3 Jahren kann ich jetzt – dank dieses wundervollen Rezeptes – endlich rohes Sauerkraut essen.
Darüber bin ich sehr dankbar!
Hab jetzt noch eine Möglichkeit gefunden (Thema: weniger Cashews konsumieren) und wollte euch
dies nicht vorenthalten: einfach mit einer guten Portion frischer Merrettich + dem Leindotteröl.
Ach bin ich glücklich!
Alles Gute an alle – Hannelore
Ich danke Euch von ganzem Herzen für dieses Rezept! Da unser Sauerkraut für meinen Geschmack doch recht salzig und „sauer“ geworden ist und mir so an den Zähnen weh tut ( vor allem an einer Stelle bin ich sehr empfindlich auf Säure und gegenüber Süßem) konnte ich es kaum noch essen. Und nun habe ich Euer Rezept ausprobiert und siehe da, ich konnte eine ganze große Schüssel ohne Probleme kauen und es schmeckte herrlich. Genau richtig! Mit dem Apfel kommt eine angenehme Süße rein. Leider hatte ich nur Leinöl, aber das war für mich kaum herauszuschmecken. Toll! Das wird es jetzt öfters bei uns geben! Wenn ich nur endlich einen Mixer hätte, der die Cashews auch in kleiner Menge schön glatt püriert! Der Thermomix lässt mich jedes Mal fluchen!
Danke an Euch!!! Und liebe Grüße!!!
Steffi
Hallo Steffi,
für die Cashews nehme ich ausschließlich meinen kleinen, unverzichtbaren Helfer:
den Personal Blender:
http://www.keimling.de/mixer.html
Mit meinem PB 250 (älteres Modell, weniger PS,, Modell für 99 EUR) bin ich schon seit
Jahren sehr zufrieden und nutze ihn quasi täglich.
Liebe Grüße
Hannelore.
Liebe Hannelore,
Den habe ich mir jetzt auch endlich zugelegt! Danke für den Tipp!
Möchte noch anfügen, daß dieses Rahm-Sauerkraut-Rezept
einen festen Platz in meinem Menueplan hat. Ich verzehre es regelmäßig
und freue mich schon auf die neue Eden-Sauerkraut-Saison.
Was ich eigentlich mitteilen wollte:
Cashew-Creme mit einem Löffel gutem Leindotteröl schmeckt auch
ganz hervorragend als Sauce zu Kohlrabi-Spaghettis!
Liebe Grüße
Hannelore
So ein wunderbares Rezept! Danke!!
Der Tipfel vom Clou ist, finde ich, der Löffel Leindotteröl.
Endlich habe ich mir dieses auch mal angeschafft – für dein
Sauerkraut-Rezept. Ein Gedicht!!!
Danke für die vielen tollen Tips
Herzliche Grüße
Hannelore
Hallo,
ein wirklich tolles und raffiniertes Rezept mit Sauerkraut. Wir lieben Sauerkraut schon pur, eure Idee ist aber wirklich etwas besonderes. Weiter so!
Maria & Marco von sauer macht glücklich.
Fermentiertes mit einer leichten Cashew-Rahmsoße…. Im Himmel! ♥♥
Euer Blog ist einfach toll, so viele lecker und oft einfache Rezepte, machen es uns viel einfacher bei der Rohkost zu bleiben. Erstmal ein Dankeschön dafür.
zu eurem Sauerkraut Rezept: leider konnte ich den Post über das fermentieren von Sauerkraut nicht finden. Ausserdem können wir leider kein Sauerkraut im Reformhaus kaufen, wir wohnen in Norwegen und das Reformhaus hier führt das nicht 🙁 Über eine Tipp wie man Sauerkraut von Grund auf selbst machen kann würde ich mich also freuen 🙂
LG Melli
Hey! Ja, das stimmt, wir haben das bisher nicht veröffentlicht. In unser Rezeptbuch kommt eine Anleitung, dies wird man ab nächste Woche auf unserem Blog kaufen können. es gibt aber auch im Netz einige Anleitungen, an denen man sich einfach mal versuchen kann! 🙂
Apfel-Rahm-Sauerkraut ist einfach der Hammer. Ich habe es schon des öfteren gemacht. Ich wollte auch einmal DANKE sagen für die tollen Rezepte. Euer Blog ist einfach nur toll!!! Bis jetzt war jedes Rezept lecker.
Wie lieb von dir, das freut uns sehr!
Auch immer noch eines unserer liebsten Rezepte!
Hallo,
ich fuchse mich gerade in die Rohkost ein…
Ich habe jetzt verschiedene Rezepte zum Fermentieren von Sauerkraut gefunden, die aber ganz schön variieren. Habt ihr ein Lieblings-Rezept?
Viele Grüße und lieben Dank für den tollen Blog!!!
Hallo Susanne!
Ja haben wir! Und weil wir die Frage gaaaaaanz oft bekommen, gibt es kommende Woche unser Rezept auf diesem Blog. Sehr einfach und soooo gut! ♥
Vielen, vielen Dank für die ganzen tollen Rezepte und die anderen interessanten und persönlichen Beiträge!
Das Sauerkraut gab es heute zum Mittagessen und zum Glück ist für gleich noch etwas da 🙂
Euren Schokopudding, gab es als Creme (also ohne die Flohsamen) mit Birne und Banane zum Frühstück und euer „Toastbrot“ machen wir auch ganz oft.
Danke, dass ihr euch hier so viel Mühe gebt!
Bitte macht ganz lange weiter so
Nine
Oh lieben Dank dir für das tolle Kommentar!! Wir hoffen, du wirst dich hier weiterhin so wohl fühlen! ♥
Hallo,
ich han früher Sauerkraut geliebt. Vertrage aber leider Nüsse und Öle nicht gut. Geht es auch ohne zugabe dessen Sauerkraut zu machen?
Und muss man es nicht eine bestimmte Zeit ziehen lassen, oder so?
Viele Grüße und toller Blog 🙂
Collin-Elias
Versuch es mal mit geschälten Hanfsamen statt der Cashews!
Hallo hab mir heute euer Sauerkrautrezept gemacht und was kann ich sagen lecker lecker lecker ….Euer Blog ist echt toll ihr habt mich dazu inspieriert 2x in der Woche einen Rohkosttag einzulegen:-)
Liebe Grüße von der Pfalz in den schönen Norden
Hey Karin! Das hören wir gerne!!! Danke! Zweimal in der Woche einen Rohkosttag, damit tust du deinem Körper sooooo viel Gutes und du kannst stolz darauf sein! 🙂
Liebe Grüße!
Ein schöner Blog Post! Ich bin eigentlich auch ein Fan von Sauerkraut, habe es gedanklich aber bei den Wintergemüsen abgespeichert. Aber wenn du das so schreibst, bekomme ich auch Lust auf frisches Sauerkraut. Danke für die Inspiration! Gruß, Ingrid
Hihi! Ja, Sauerkraut kann man doch immer essen! Mmmmmh! 🙂