Dieser Birnen-Schoko-Kuchen mit Hanf ist ein Kuchen für die Tage, an denen es draussen kühler wird und der Körper nach etwas Gehaltvollem fragt. Schoko und Hanf passen einfach richtig gut zusammen und die Birnen darunter machen ihn saftig und herbstlich.
Leicht ist er nicht. Walnüsse, Hanfsamen, Kokosmus und Datteln machen ihn dicht und sättigend. Meistens reicht ein kleines Stück, um satt und glücklich zu sein. Wenn es doch ein zweites wird, ist das auch in Ordnung.
Warum in diesem Kuchen so viel Fett steckt und warum das gut so ist
Es gab eine lange Phase, in der fettarm als Tugend galt. Fettreduziert im Regal, Öl weglassen im Rezept und wer abnehmen wollte, strich zuerst das Fett. In der Rohkost-Ecke kam noch eine eigene Strömung dazu, die Fett so weit heruntergefahren hat, dass fast nur noch Früchte übrig blieben. Ich war dem immer skeptisch gegenüber gestellt, auch wenn ich die Argumentation, dass es der Leber gut tut, einleuchtend finde.
Fett ist kein Luxus, den man sich leistet oder eben nicht. Es ist Baumaterial.
Der Körper stellt seine Steroidhormone aus Cholesterin her. Östrogen, Progesteron, Testosteron, auch Cortisol, sie alle gehen auf denselben Ausgangsstoff zurück. Das ist keine Meinung und kein Trend, das steht in jedem Physiologiebuch. Wer über Jahre sehr fettarm isst, nimmt dem Körper das Material weg, aus dem er baut.
Dazu kommt eine zweite Sache, die im Alltag unterschätzt wird: Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich. Ohne Fett im selben Essen nimmt der Körper sie nur zu einem Teil auf. Ein Salat ohne irgendetwas Fettes daran ist darum nicht die reinere Variante, sondern die, bei der die Hälfte liegen bleibt.
Und dann die Fettsäuren selbst. Omega-3 und Omega-6 sind beide lebensnotwendig, es geht nicht um gut und böse, sondern um das Verhältnis und das hat sich in der westlichen Ernährung stark in Richtung Omega-6 verschoben. Deswegen ist es sinnvoll, sich Omega-3-reich zu ernähren.
Doch etwas, was oft unterschätzt wird oder in dem grosses Potential steckt: Das pflanzliche Omega-3 aus Leinsamen, Hanf, Walnuss und Chia ist ALA, eine Fettsäureform der Omega-3-Gruppe.
Der Körper muss es erst in die Formen umbauen, die er wirklich einsetzt, EPA und DHA, und diese Umwandlung ist klein. Bei EPA sind es wenige Prozent, bei DHA noch deutlich weniger und wie gut es funktioniert, ist von Frau zu Frau verschieden. Wer pflanzenbasiert isst, kommt deshalb um die Frage nach einer direkten Quelle für EPA und DHA nicht herum. Algenöl ist die pflanzliche Antwort darauf und es ist der Grund, warum ich Leinöl allein nicht mehr für ausreichend halte.
Noch kurz zum Thema Hormone oder auch der sogenannten Perimenopause: In den Jahren vor der Menopause schwanken Östrogen und Progesteron stark, oft über eine lange Zeit und für viele Frauen ist das die Phase, in der sie zum ersten Mal merken, dass sie sich anders ernähren müssen als mit dreissig, so ist es auch bei mir.
Fett kann diese Schwankung nicht abstellen und niemand sollte behaupten, dass es das kann. Aber die Bausteine, aus denen der Körper in dieser Phase arbeitet, kommen von irgendwoher. Und dann ist es keine gute Idee, ausgerechnet jetzt das Fett zu streichen.
Deshalb kein schlechtes Gewissen bei diesem Kuchen. Walnüsse sind die ALA-reichste Nuss überhaupt (Omega-3). Hanfsamen bringen Omega-6 und Omega-3 in einem Verhältnis mit, das ungefähr bei 3:1 liegt und das ist echt super. Kokosmus und Kokosöl geben der Creme ihre Festigkeit und sind sehr wertvoll für den Körper. Das hier ist ein Kuchen aus Fett, Frucht und Dattel und er ist genau darum sättigend statt nur süss.

Birnen-Schoko-Kuchen mit Hanf
von NaturkraftPur- Auflaufform
- Backpapier
- Klarsichtfolie
Zutaten
Für den Teig:
- 150 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Walnüsse
- 150 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Hanfsamen geschält
- 150 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Datteln - weich
- 3 EL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Kakaopulver
- Wasser - etwas
Für das Topping:
- 2-3 Birnen - etwa 600 g
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- 50 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Kokosöl
- 150 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Datteln - weich
- 5 EL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Kakaopulver
- 100 ml Wasser - ca.
für die Marinade (optional):
- Etwas Zitronensaft
- Etwas Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Yaconsirup - alternativ Honig oder Erythrit
- 1 Msp Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Piment
- 1 Msp Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Kardamompulver
- 1/4 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Zimtpulver
Zubereitung
Für den Teig
- Alle Zutaten zu einer bröseligen Masse verarbeiten, die leicht klebt. Wenn du keine weichen Datteln hast, dann weiche sie vorher ein. Evtl. auch ein bisschen Wasser hinzufügen. Aber ganz vorsichtig, es passiert leicht, dass der Teig zu nass wird.
- Teig in eine vorbereitete Form geben (mit Klarsichtfolie oder Backpapier ausgelegt, mit Kokosöl eingefettet) und gleichmässig fest drücken.
Für das Topping
- 2/3 der Birnen (2 Stück, etwa 400 g) in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit den Zutaten für die Marinade mischen und stehen lassen. Das kannst du aber auch weglassen.
- Für die Schokocreme Kokosmus und Kokosöl schmelzen. Mit den restlichen Zutaten und dem Rest Birne (1 Stück, etwa 200 g) in einem Mixer gut mixen.
- Nun die (marinierten) Birnen auf dem Teig verteilen. Es sollte nur eine Schicht ergeben, denn wenn du zu hoch stapelst, hält der Kuchen am Ende nicht zusammen.
- Dann die Schokocreme darüber geben und glatt streichen.
- Im Kühlschrank oder Gefrierschrank mehrere Stunden fest werden lassen. Schmeckt besonders gut am nächsten Tag!

12 Kommentare
Hallo,
was kann man denn anstatt Kokosmus nehmen? Gehen auch Kokosraspel oder Kokosmehl?
Leider nicht, weil man den festigenden Charakter des Kokosmus benötigt!
Wir haben neulich eine Variation des Kuchens mit Apfel und Mandeln anstelle der Birnen und Walnüsse ausprobiert – auch sehr lecker 🙂 !
Eine Frage ist mir beim Lesen deines Artikels gekommen: Du schreibst man solle kein Beikostöl für Babys und Kleinkinder verwenden. Dass das oft empfohlene raffinierte Öl für Beikost nicht gesund ist, ist mir klar. Aber warum gebt ihr euren Kinden generell kein Öl, also auch kein kalt gepresstes natives Bio-Öl in Rohkostqualität?
Liebe Grüße
Hey Melanie! Lieben Dank für dein Kommentar!
Wir geben kein Öl, weil wir erstens selten etwas in wirklich guter Qualität zu Hause haben (bis auf Hanföl und Olivenöl). Außerdem haben die meisten Öle (neben eben den Transfetten, wenn es nicht die super Qualität ist) einen Omega-6-Überschuss, was entzündliche Prozesse im Körper fördert. Ich beobachte, dass so viele Kleinstkinder damit schon zu kämpfen haben (z.B. Mittelohrentzündungen). Empfehlen würde ich für Kinder eigentlich nur Hanföl. Ansonsten gilt einfach die gute alte Vollwert-Regel: Möglichst alles so unverarbeitet wie möglich! 😉
Ganz liebe Grüße und schön, dass ihr unseren Blog lest! Wir mögen euren auch sehr gerne!
Hallo,
lieben Dank für deine Antwort! Wir freuen uns, dass ihr unseren Blog auch gerne lest 🙂 !
Die häufigen Mittelohrentzündungen bei Kindern würden wir tendenziell eher verschleppten Erkältungen zuschreiben, da die armen Kinder oft lediglich Antibiotika oder andere Medikamente bekommen und dann einfach wieder in den Kindergarten geschickt werden, anstatt Zeit zu bekommen sich auszukurieren. Dass zu viel Omega-6 diese Entzündungstendenz noch verschlimmern könnte, ist ein wichtiger Hinweis von dir!
Öle sind streng genommen nur noch “Teilnahrungsmittel”. In der vitalstoffreichen Vollwertkost werden Teilnahrungsmittel eher gemieden. Da aber Öle (natürlich qualitativ hochwertige) nicht in großen Mengen verwendet werden, sind sie trotzdem zugelassen 😉 . Die Qualität sollte aber natürlich stimmen und von einigen sollte man (wie du auch schreibst) besser generell die Finger lassen.
Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende
was für eine Form hast du denn genommen? Wie groß sollte sie sein?
Dank dir für das großartige Rezept!
Ich würde dich gerne etwas fragen. Ich stoße bezüglich der Omega 3 und 6 Fette immer wieder auf zwei Meinungen und kann mich nur je nach Laune entscheiden, welche ich für richtig halte:
Die einen sagen, zu viel des Guten sei schädlich, die anderen meinen, ein Zuviel wird vom Körper ohnehin ausgeschieden. Ich tendiere zu Antwort b). Würdest du mir deine Meinung dazu sagen? Ich hab das Gefühl, da bin ich bei dir richtig!
Hab ganz lieben Dank und weiter so!
Veronika
Hey Veronika! Was ich darüber weiß ich Folgendes: das Verhältnis Omega 6 zu 3 sollte stimmen und etwa 4:1 betragen. Eine zu Omega 6 lastige Kost kann entzündliche Prozesse im Körper fördern. Super sind Leinsamen, Walnüsse und Hanf, die das Verhältnis von Natur aus aufweisen!
Danke die tolle Information über die verschiedenen Fette. Ich nehme an, die ungeschälten Hanfsamen wären noch besser, nehmt ihr geschälten wegen des Geschmacks und des Aussehens für den Kuchen?
Weil die so schön cremig und weich sind! 😉
Hallo,
das Rezept klingt einfach super!!!
Würde es gerne mal ausprobieren.
Für welche Form (Größe) sind diese Angaben? Was hast Du verwendet?
Viele Grüße
ANik
Der Kuchen ist bombastisch! Ich hatte eine 20cm Form verwendet, passt gut!