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Tag 6 der Transformationsphase: Mehr als nur eine Ernährungsumstellung

Tag 6 der Transformationsphase: Mehr als nur eine Ernährungsumstellung 1
Wow, ich habe über 7 Stunden durchgeschlafen! Nach mehreren Nächten, in denen mein Schlaf unterbrochen war, fühlt sich das nun ganz anders an. Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Nacht zuvor nicht viel Schlaf bekommen habe – oder vielleicht beginnt mein Körper tatsächlich, sich neu zu regulieren.

Der Einstieg in die Ketose ist eine Umstellung für den gesamten Organismus. Der Körper muss lernen, eine neue Energiequelle effizient zu nutzen. Am Anfang kann das mit Schwankungen verbunden sein: Müdigkeit, Kopfschmerzen, ein allgemeines Gefühl der Erschöpfung – weil er sich umstellen muss. Doch irgendwann spürt man: Etwas verändert sich. Die Regeneration verbessert sich, der Körper fühlt sich stabiler an, die Energie kommt zurück, die Gedanken werden klarer. Doch diese Umstellung braucht weiter seine Zeit, bis der Körper wirklich effizient damit umgehen kann, vor allem, wenn er verlernt hat, in diesem Stoffwechsel zu sein.

Bis jetzt bin ich wirklich zufrieden mit dem Verlauf dieser Stoffwechselkur – oder vielleicht sogar erstaunt, wie gut es läuft. Natürlich gibt es Momente, in denen mein Körper rebelliert und in denen alte Muster hochkommen. Doch insgesamt sind die Schwankungen bisher moderat.

Trotzdem bleibe ich vorsichtig, denn eines habe ich in den letzten Jahren gelernt: Herausforderungen können jederzeit vorkommen. Der Körper geht durch verschiedene Phasen der Anpassung, durchläuft Entgiftungsprozesse, öffnet alte Speicher, setzt sich mit vergangenen Belastungen auseinander. Es ist nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein mentaler und emotionaler Prozess.

Jede Stoffwechselkur ist anders – und jeder Körper auch

Was mich immer wieder fasziniert: Jede einzelne Stoffwechselkur ist anders.
  • Nicht nur von Mensch zu Mensch.
  • Sondern auch von Mal zu Mal.
Mein Körper ist nicht mehr derselbe wie vor ein paar Jahren oder Monaten. Mein Leben ist nicht mehr dasselbe. Meine Emotionen, meine Erfahrungen, meine Gedanken – all das beeinflusst, wie mein Körper und ich auf diese Veränderung reagiert.
 
Ein Satz, der mich seit längerem begleitet ist: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung.“

Und genau das gilt auch für unsere Ernährung. 
Es gibt nicht die eine perfekte Ernährungsweise für alle Menschen.
Und es gibt auch nicht die eine perfekte Ernährungsweise für das gesamte Leben.
 
Unser Körper, unsere Umstände und unser Bewusstsein verändern sich und das ist das Leben.

Die Stoffwechselkur als Reise zu sich selbst

Neulich sagte meine liebe Freundin zu mir: „Die Stoffwechselkur ist eine Reise zu sich selbst.“

Und ja, genau das ist es. Es geht nicht nur um das Essen. Nicht nur um den Körper. Sondern um das, was in uns geschieht. Aber warum empfinden so viele Menschen genau das? Warum beschreibt man eine Ernährungsumstellung oft als tiefgehende persönliche Erfahrung?

Hier sind einige Gedanken, die ich in den letzten Tagen dazu hatte:

Bewusstwerdung von Gewohnheiten: Plötzlich erkenne ich, wie oft ich aus emotionalen oder unbewussten Gründen essen würde. Essen ist nicht mehr nur ein Automatismus, sondern eine bewusste Entscheidung.

Veränderung der Energie: Ich spüre eine neue Klarheit, eine veränderte Wahrnehmung meines Körpers. Die Energie fliesst anders. Andere Gedanken kommen auf.

Auseinandersetzung mit emotionalem Essen: Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme. Es ist Trost. Belohnung. Ablenkung. Was passiert, wenn ich diese Muster durchbreche? Wer bin ich, wenn ich nicht aus Gewohnheit esse?

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Weil jede Kur anders verläuft, lerne ich, flexibel zu bleiben. Mein Körper zeigt mir, was er braucht – und ich höre zu oder eben durchbreche Muster und Gewohnheiten.

Veränderung des Selbstbildes: Ich merke, wie ich mich selbst anders sehe. Nicht nur äusserlich, sondern in meinem Denken.

Sich zu zeigen und Prioritäten setzen: Ich merke, dass ich mich selbst oft hinten angestellt habe. Doch jetzt kommuniziere ich klar, dass ich in einer Kur bin – auch wenn das bedeutet, eigene Mahlzeiten mitzunehmen oder Einladungen bewusster zu gestalten. Und weisst du was? Das ist für mich immer wieder eine riesige Herausforderung. Denn tief in mir ist da die Angst, dass andere es nicht verstehen. Dass sie mich dadurch ablehnen oder ich ihre Gefühlt verletze.

Doch gleichzeitig spüre ich: Ich stehe für mich ein. Ich setze mich selbst als Priorität.

Und das fühlt sich sehr gut an. Ablehnung bekam ich dadurch noch nie, auch wenn sie mich fragend und unverständlich anschauen. Akzeptiert wurde es immer.

Eine Tiefenentgiftung auf allen Ebenen

Diese Kur ist mehr als eine Ernährungsumstellung. Es ist ein Prozess der Veränderung. Eine Möglichkeit, sich selbst auf einer tieferen Ebene kennenzulernen.

Denn ja – die körperlichen Veränderungen sind sichtbar. Doch auch innerlich verändert sich viel:
  • Ein neues Bewusstsein für den eigenen Körper.
  • Eine neue Klarheit in den Gedanken.
  • Eine tiefere Verbindung zu sich selbst.

Vielleicht liegt genau darin der wahre Wert dieser Reise. 

 
Und es ist nicht nur diese eine Kur. Auch andere Formen des bewussten Detox – Fasten, Zuckerentzug, Digital Detox – führen uns an diesen Punkt.

Denn jedes Mal, wenn wir uns von alten Gewohnheiten lösen, betreten wir Neuland.
Und genau das ist es, was diese Reise so wertvoll macht.

Was denkst du? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich freue mich auf deine Gedanken dazu! 😊

Und noch kurz was ich heute gegessen habe:

Zum späten Mittagessen gab es Zucchini und Zwiebeln überbacken mit einem High Protein und fettreduzierten Käse (z.B. Eatlean) und frischen Rucola
Zum Abendessen gab es leckere Federkohlchips und einen Magerquark mit etwas Grapfruit und Erythrit (Vanilleprotein war aus 😫 und auf Schoko hatte ich gerade keine Lust) – bei Obst bin ich immer noch sehr vorsichtig, um nicht aus der Ketose zu fallen bzw. meinen Körper zu triggern.


Liebe Grüsse
Jacqueline

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