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Ladetag 2 – Hungerlos durch den Ladetag

Ladetag 2 - Hungerlos durch den Ladetag 1

Gestern war mein zweiter Ladetag, und bereits am Morgen spürte ich, dass etwas anders war. Ich hatte überhaupt keinen Hunger und das Frühstück verzögerte sich immer weiter, während ich den ersten Tag reflektierte. Um dennoch einen genussvollen Start in den Tag zu finden, bin ich extra losgegangen, um etwas Leckeres einzukaufen – ein Gipfeli (Croissant). Doch als ich hineinbiss, schmeckte es nicht so, wie ich es in Erinnerung hatte. Es fehlte dieses Gefühl von Genuss, und ich fragte mich, was los war. Also griff ich zu meinen geliebten gesalzenen Macadamias, um wenigstens die Kalorien zu haben.
Dann kam mein Mann auf die Idee: „Wie wäre es mit einem Raclette?“ Nach kurzer Überlegung dachte ich: „Hmm ja, doch, auf das freue ich mich sogar.“ Das Raclette war wirklich gut, und als Nachspeise gab es leckere Rohkost-Törtchen. Zum Abschluss des Tages trank ich noch einen frischen Orangensaft, einfach um die restlichen Orangen aufzubrauchen. Satt, überfüllt und irgendwie entspannt fiel ich später ins Bett – und erstaunlicherweise schlief ich richtig gut.

Doch meine Verdauung hatte definitiv Mühe mit dieser ungewohnten Menge an Essen. Seit Monaten hatte ich keinen Blähbauch mehr und kaum Probleme mit übermässiger Luft. Aber dieses Wochenende? Ganz anders. Besonders am Samstagabend war es unangenehm – ausgerechnet, als wir bei einem Konzert waren. Auch gestern Abend und heute Morgen durfte ich feststellen, dass da noch einiges an Luft raus musste. Früher war das immer mal wieder normal, doch jetzt merke ich erst, dass es auch anders geht – dass es eben nicht „normal“ ist, sich so zu fühlen.

Trotz dieser Herausforderungen bin ich stolz, wie ich die beiden Ladetage überstanden habe. Ich habe richtig geladen und fühle mich nun total übersättigt, müde, gereizt und ohne Energie. Doch gleichzeitig bin ich stolz auf mich – in vielerlei Hinsicht.

Früher habe ich mich oft geschämt, wenn andere sagten, sie könnten die Ladetage nicht leiden, weil sie nicht so viel essen könnten. Ich hingegen liebte diese Tage, konnte es nie nachvollziehen und wollte so gerne auch sagen können: „Ich mag die Ladetage nicht.“ Ich wusste ja, dass ich dazu neige, viel zu viel zu essen. Dieses Mal konnte ich das wirklich aus dem Herzen sagen: Ich habe die Ladetage nicht genossen.

Ich bin stolz darauf, dass ich die Ladetage ernst genommen habe, auch wenn es mir dieses Mal schwerfiel. Ich weiss, wie wichtig diese Phase ist, und ich habe einen Weg gefunden, viel Fett und Kalorien zu mir zu nehmen, ohne aufzugeben.

Und jetzt? Jetzt beginnt die Phase des Verzichts. Immer wieder wird ja gesagt, dass Diäten schwachsinnig sind, weil der Körper oder der Verstand sofort rebelliert, sobald etwas verboten ist. Daran zweifle ich auch nicht – ich habe es selbst schon unzählige Male erlebt. Doch gleichzeitig weiss ich aus eigener Erfahrung, dass es bei der Stoffwechselkur irgendwie anders ist oder anders sein kann. Und genau das macht mich neugierig: Wie wird es diesmal sein?

Wie viele Kilos habe ich dieses Mal angefuttert? Das verrate ich euch morgen.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit Diäten gemacht?

Liebe Grüsse
Jacqueline

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