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Tag 3 der Transformationsphase: Disziplin – Zwang oder Selbstliebe?

Tag 3 der Transformationsphase: Disziplin – Zwang oder Selbstliebe? 1
Tag 3 war ein sehr intensiver Tag – voller Energie, voller Verpflichtungen und voller Frust.

Ich bin eindeutig in der Ketose, das bestätigt auch mein Blut-Testgerät. Doch das deutlichste Zeichen ist mein Schlaf. Wieder einmal habe ich extrem tief geschlafen – aber viel zu kurz. Mein Körper fühlt sich wach an, doch ich weiss, dass er für eine vollständige Regeneration noch mehr Ruhe braucht. Also entschied ich mich bewusst, die Wachphasen in der Nacht sinnvoll zu nutzen. Ich habe gelesen, eine Meditation gemacht und danach noch eine kurze Runde geschlafen. Das half. Ich fühlte mich erholt und spüre gleichzeitig, wie mein Körper sich weiter in die Umstellung vertieft.

Ein Tag voller Verpflichtungen – und voller Frust

Der heutige Tag war von Anfang an durchgetaktet: Schule, Einkaufen, Kinder fahren, Haushalt – und all die kleinen Dinge, die sich scheinbar unsichtbar in den Alltag schleichen und Zeit verschlingen. Ich merkte, dass mein Stresspegel immer weiter anstieg.

Ich hatte so viel Energie, so viel Klarheit – und doch keinen Raum, sie zu nutzen.

Ich wollte mich bewegen, schreiben, produktiv sein – doch stattdessen war ich von A nach B unterwegs, ohne Pause, fühlte mich Fremdgesteuert. Ich wusste, dass ich meinen Artikel über den gestrigen Tag schreiben wollte, denn mir ist es wichtig, mich täglich zu zeigen und meine Reise festzuhalten. Doch die Zeit dafür fand ich nicht. Und das nervte mich. Es nervte mich, weil ich so viel Kraft hatte, aber keine Möglichkeit, sie für mich einzusetzen.

Zum Glück konnte ich mit meinem Mann darüber sprechen. Er hörte mir zu, hatte Verständnis – und ich konnte all meinen Frust loslassen. Manchmal reicht es, wenn jemand einfach nur da ist und zuhört, ohne eine Lösung anbieten zu müssen.

Dann erinnerte ich mich an den Satz: „Akzeptiere, was du nicht ändern kannst.“

Ja, genau das war es. Ich konnte es nicht ändern, also entschied ich mich bewusst dazu, es anzunehmen. Der Artikel würde eben einen Tag später kommen – und das ist okay. Ich hätte mich nach 21 Uhr noch hinsetzen können, aber ich wusste, dass ich dann mein frühes Zur-Ruhe-Kommen gefährden würde. Und genau das brachte mich zurück zu der Frage:

Warum ist mir die Stoffwechselkur dieses Mal – und das tägliche Schreiben – überhaupt so wichtig?

Disziplin – mehr als nur durchhalten

Vor über einem Jahr habe ich mich intensiver mit dem Thema Disziplin beschäftigt. Früher war dieses Wort für mich negativ behaftet. Es klang nach Zwang, nach Müssen, nach harter Selbstkontrolle. Doch ich erkannte, dass ich es neu definieren durfte.

Denn Disziplin bedeutet für mich heute Selbstliebe.

Wenn ich etwas tue, das mir gut tut, wenn ich mich an meine Regeln halte, meine Gesundheit priorisiere, mich bewusst ernähre, mich bewege, mich zeige – sei es hier oder auf Social Media – dann ist das nichts anderes als ein Ausdruck von Selbstliebe.

Disziplin ist nicht der Feind, sondern die Handlung, mit der ich mir selbst Wertschätzung zeige.

Doch merke ich immer wieder, wie ich genau in diesem Punkt scheitere.

Wie oft habe ich die Stoffwechselkur begonnen – und dann doch nicht durchgehalten, obwohl es mir gut ging?
Wie oft habe ich mir vorgenommen, täglich 30 Minuten zu meditieren, Sport zu machen oder mich bewusst mit mir selbst zu beschäftigen – und dann war der Alltag doch wieder stärker?

Diese Muster haben für mich viel mit fehlender Priorisierung zu tun. Und das wiederum hängt direkt mit Selbstwertschätzung und Selbstliebe zusammen.

Ein Tag ohne Perfektion – und trotzdem ein Erfolg

Muss ich mich also schlecht fühlen, weil ich meinen Artikel gestern nicht schreiben konnte, obwohl ich mir vorgenommen hatte, täglich zu schreiben?

Ja, das habe ich mich wirklich gefragt. Aber die Antwort ist klar: Nein.

Denn erstens: Ich habe mein Bestes gegeben.
Zweitens: Ich habe bewusst entschieden, es nachzuholen – und darüber zu schreiben. Nicht um mich zu rechtfertigen, sondern um zu reflektieren, was in mir alles vorgeht.
Drittens: Ich ziehe die Stoffwechselkur trotzdem durch. Ich bin bis jetzt voll im Plan und das Schreiben ist unabhängig davon, auch wenn ich mich comittet habe, was mir sehr gut tut.

Die grösste Herausforderung der Kur ist oft nicht das Essen.

Es ist das Dranbleiben.
Es ist das sich selbst wertschätzen und lieben.
Es ist das Ziel im Fokus zu behalten und sich bereits jetzt so zu fühlen, wie es sich am Ziel anfühlt.

Ich begleite seit einigen Jahren Menschen durch diese Kur und weiss, wie schwer es manchmal sein kann. Ich verurteile niemanden, der abbricht, denn ich kenne die Momente, in denen es einfach nicht mehr geht sehr gut.

Doch ich kenne auch das unglaubliche Gefühl, wenn man es durchzieht. Und genau dieses Gefühl möchte ich selbst wieder erleben.

Es ist nicht nur das körperliche Wohlbefinden, das am Ende bleibt.

Es ist dieser tiefe Stolz.

Diese Gewissheit, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Dass mein Wort an mich Gewicht hat. Dass ich mir selbst Priorität in meinem Leben gebe. Ein Ja zu mir selbst!

Essen als bewusste Entscheidung

Ja, der Tag war stressig und anstrengend, aber ich habe es geschafft, mich komplett an die Stoffwechselkur zu halten – obwohl ich zu emotionalem Essen neige. Und das gab es:

Mittagessen: Ein grosser Salat mit etwas Hüttenkäse und Mozzarella (High Protein), unglaublich lecker und super schnell zubereitet.

Abendessen: Eine Suppe mit Shirataki-Nudeln und Tofu. Doch irgendwie war das nicht ganz mein Geschmack. Also habe ich mir stattdessen eine kleine Portion Skyr mit Proteinshake gemacht – ja, ich weiss, wie gestern, doch ich mag das sooo gerne!
 
 
 

Was denkst du über das Thema Disziplin? Fällt es dir leicht oder eher schwer?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu.

Liebe Grüsse,
Jacqueline

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