Zum Inhalt springen

Tag 4 der Transformationsphase: Energie, Routinen und Heisshunger

Tag 4 der Transformationsphase: Energie, Routinen und Heisshunger 1
Die Nacht war wieder typisch für diese Phase: Um 3 Uhr wach geworden, klarer Kopf, wacher Geist.

Gemäss der Organuhr (TCM) ist das der Moment, in dem die Leber zur Lunge wechselt – irgendwie passend, dachte ich, denn in diesen wachen Phasen mache ich gerne Atemübungen oder eine Meditation.

Doch ehrlich gesagt, weiss ich nur, dass es eine Organuhr gibt und schaue immer wieder mal drauf, wenn mir auffällt, dass etwas immer zur gleichen Zeit passiert. Doch viel mehr weiss ich darüber nicht – da gibt es andere Experten in diesem Bereich. 😊

Mein Kopf war so klar, dass ich die Zeit direkt genutzt habe, um ein wenig zu arbeiten. Aber nichts, was mich zu tief ins Nachdenken bringt. Ich nenne es „niederschwellige Arbeit“ – Dinge, die erledigt werden müssen, ohne dass sie mich mental fordern.

Da ich im Empfehlungsmarketing mit einem grossen Team arbeite und wir aktuell an einer neuen Team-App arbeiten, habe ich einfach die neuen Zoom-Termine in die App eingepflegt. Nichts Aufregendes, einfach ein bisschen Struktur schaffen, ohne viel nachzudenken.

Und wenn mir Ideen für mein Team oder NaturkraftPur kommen, schreibe ich sie mir sofort auf – nicht, um sie direkt umzusetzen, sondern um sie aus dem Kopf zu bekommen. Ich habe gelernt, dass ich dadurch viel leichter wieder einschlafe.

Und genau das tat ich dann auch. Ach, wie ich das liebe! Dieses Gefühl, morgens ohne Wecker wach zu werden, im eigenen Rhythmus – pure Freiheit! (…vor allem, wenn die Kinder mich auch lassen. 😄)

Dieses Mal kuschelte sich mein Jüngster zu mir hin – und auch das geniesse ich sehr!

Nach dem gestrigen Chaos-Tag freute ich mich heute auf einen ruhigen, entspannten Tag, ohne Zeitdruck, ohne Stress.

Ich hatte Zeit, meine Reflexionen zu schreiben, die Küche zu machen, die Wäsche zu erledigen – und ich merkte: Ich machte einfach.

Es war nicht dieses „Ich könnte Bäume ausreissen“-Energiegefühl, sondern eher so ein „Wow, ich habe alles erledigt, ohne dass es sich anstrengend angefühlt hat.“

Ich bemerkte, dass ich nicht erst lange mit mir diskutierte oder mich überwinden musste – es fühlte sich selbstverständlich an.

Keine schweren Gedanken wie:
„Oh nein, das jetzt auch noch.“

Sondern einfach Tun.

Das ist etwas, das ich in der Stoffwechselkur immer wieder erlebe: Ich habe Energie. Aber nicht die hibbelige, überdrehte Art von Energie, sondern eine ruhige, klare, geerdete.

Routine, die funktioniert – und dann dieser Heisshunger

Zu Mittag gab es wieder meinen Salat mit Hüttenkäse.
Der Salat variiert, aber das Dressing bleibt. 😊

Ich musste an einen Spruch aus meiner Zeit in der Informatik denken:
„Never touch a running system.“

Und genau so fühlt sich meine Ernährung aktuell an.

Warum also etwas ändern, wenn es funktioniert und nicht langweilig ist?

Doch das sollte sich wohl schon sehr bald ändern…

Nachmittags hatten wir Besuch, ich verbrachte Zeit mit den Kindern, trank genug – und doch merkte ich irgendwann, dass mir der Spaziergang fehlte, den ich eigentlich noch machen wollte.

Und dann passierte es.

Diese plötzliche Ungeduld. Diese innere Unruhe.

Es fühlte sich nicht nach typischem Heisshunger an.
Kein Verlangen nach etwas Süssem oder Salzigem.
Kein emotionales Essen aus Langeweile oder Frust – denke ich zumindest.

Es war ein Hunger nach etwas Richtigem.

Etwas Kräftigem. Etwas, das mich wirklich sättigt. Vielleicht nach Fett?
Ich wusste es nicht genau.

Aber ich wusste:
Ich darf jetzt etwas Neues ausprobieren.

Zum Glück haben wir ein tolles Rezept-Booklet mit schnellen, kurkonformen Rezepten.
Ich blätterte durch – und fand es: Pizza.

YES! Genau das brauchte ich.

Die jüngeren Kids bekamen eine normale Pizza, mein Mann und der Älteste entschieden sich für halb/halb – und ich ass meine Pizza.

Und es war genau das, was ich gebraucht habe.

Diese Mahlzeit war nicht nur physisch befriedigend, sondern auch mental ein riesiger Erfolgsmoment:
  • Ich habe es geschafft, diese „Attacke“ richtig zu deuten.
  • Ich habe auf meinen Körper gehört, statt blind zu essen.
  • Ich habe mich nicht für eine Notlösung entschieden, sondern mir wirklich etwas Gutes getan.

Und das Beste? Kein Völlegefühl, kein schlechtes Gewissen. Nur Zufriedenheit.

Tag 4 – Ein kleiner Test für den Körper?

Spannend ist, dass Tag 4 bei vielen so ein kleiner „Kipppunkt“ ist.
Oft kommt genau da der erste Heisshunger, selbst wenn man schon in Ketose ist.

Warum eigentlich?

Ist es wirklich der Körper, der sich meldet, weil ihm die Umstellung noch nicht ganz passt?
Weil er eigentlich lieber wieder Glukose verbrennen will? Weil es für ihn die Herstellung von Ketonen schwerer fällt?

Oder sind es vielleicht einfach alte Muster?

Doch Emotionales Essen?
Oder einfach Muster und Gewohnheiten, die sich jetzt erst richtig zeigen?

Dieser Gedanke hat mich zu einem Thema gebracht, mit dem ich mich auch schon etwas beschäftige:

Ist intuitive Ernährung wirklich möglich?
Lernen wir mit der Zeit wirklich, auf unseren Körper zu hören?
Doch was sagt unser Körper wirklich?

Oder sind wir so konditioniert, dass unsere „Intuition“ eigentlich nur erlernte Muster sind?

Ich glaube, das wird mein Thema für Tag 5. 

Hast du dich schon einmal gefragt, woher deine Gelüste und dein Hunger wirklich kommen?

Ist es körperlich?
Emotional?
Oder vielleicht einfach Gewohnheit?

Ich freue mich auf deine Gedanken dazu.

Liebe Grüsse,
Jacqueline

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert