Aufstrich all´arrabbiata

„Ihr seid doch vegan.“ „Ihr seid doch Rohköstler.“ Soll ich dir etwas verraten? Ich bin überhaupt nichts. Und meine Kinder erst recht nicht.

Irgendwann habe ich bemerkt, woher mein subtiles Unwohlgefühl kam, wenn ich mich irgendwo sagen hörte: „Ich bin vegan, ich bin roh.“ Der Satz ist schlicht falsch. Er dürfte heissen „Ich bin“, und dann nichts mehr. Meist habe ich diese Sätze ohnehin nur strategisch benutzt, wenn ich irgendwo nicht mitessen wollte und ein Wort brauchte, ein Label für die anderen. Für mich möchte ich das nicht. Kein Label, keine Festlegung, und schon gar keine Definition über das Essen. Ich möchte Raum, zu sein, zu wachsen, offen zu bleiben.

Und wenn Besuch kommt, der sich Butter aufs Brot streicht? Von mir aus können die Menschen sich aufs Brot streichen, was sie wollen. Ich beurteile niemanden nach seinen Essgewohnheiten, meine eigene Wahl hat mit der anderer nichts zu tun. Und weil wir gerade dabei sind: Ich zeige dir mal, was ich mir gerne aufs Brot streiche!

Aufstrich all´arrabbiata 1

Aufstrich all´arrabbiata

von NaturkraftPur
Scharf und würzig: Cashews und getrocknete Tomaten mit Oregano, Knoblauch und Chili. In fünf Minuten gemixt.
Zubereitung: 10 Minuten
Gesamt: 10 Minuten
Mit der Zubereitung beginnen

Zutaten
 

  • 100 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Cashews - 2 h eingeweicht
  • 70 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Tomaten getrocknet - 2 h eingeweicht
  • 2 EL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Olivenöl
  • 1 EL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Mandelmus weiss
  • 2 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Oregano getrocknet - oder frisch & fein gehackt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Salz
  • 1/4 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Chilipulver


Zubereitung
 

  • Cashews spülen und abtropfen lassen.
  • Getrocknete Tomaten ebenfalls.
  • Mit allen restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine mit S-Messer zu einer nicht ganz feinen Paste mixen.
  • Mit Crackern und Zwiebelbrot, frischen Tomaten und Basilikum anrichten und auf der Terrasse den lauen Sommerabend geniessen.

Notizen

Mit Crackern und Zwiebelbrot, frischen Tomaten und Basilikum anrichten.
Rezept ausprobiert?Zeig’s mir: @naturkraftpur oder #naturkraftpur
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Noch ein Aufstrich: Der Pikante Hanf-Aufstrich.


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Kommentare

15 Kommentare

  1. Wunderbar geschrieben – und gedacht ;-).
    Ich hatte in einer ganz ähnlichen Situation irgendwann einmal den Einfall zu antworten: „Nein, ich bin Daniela.“ Das verwende ich inzwischen fast immer – es sei denn, mein Gegenüber scheint wirklich interessiert zu sein, dann sage ich auch ein bisschen mehr…

  2. Hallo ihr Vier,
    welch tolles Statement ihr in diesem Artikel verfasst habt. Wir finden uns in der Aussage eins zu eins wieder. Einfach zu leben ohne sich in Schubladen zu schieben oder schieben zu lassen. Wir selbst sind eine kleine Familie und ernähren unser Kind und uns vegan und steigen nun auf Rohkost um. Könnt ihr uns bei einer Frage helfen? Darf ein Kind mit 19 Monaten Buchweizen essen? ( viele raten davon ab und sagen Buchweizen, Quinoa und Amaranth erst mit zwei Jahren). Wie ist es wenn dieser gekeimt ist? Wie macht ihr es und gibt es etwas, dass ihr euren Kindern noch nicht gebt? Wir freuen uns über eine Antwort und wünschen euch eine wunderbare Weihnachtszeit! Christina, Jan und Madeleine

  3. Bin der gleichen Ansicht wie Du! Ein Freigeist zu sein bedeutet nicht andere zwangsbegeistern zu müssen und schon gar nicht sie zu kategorisieren, in Schubladen zu stecken und gar abzuwerten, wenn sie nicht in die „Schablone“ passen. Das ist kein Maßstab für mich, den ich an anderen Menschen anlegen möchte, im Gegenzug aber auch nicht an mich anlegen lasse. Herzliche Grüße

  4. Hallo! Mir ging es vor längerer Zeit ähnlich. Vor allem im veganen Bereich gibt es da schon krasse Meinungen und teilweise komische Leutchen. Ich habe nach langer Zeit sogar wieder angefangen, Fleisch zu essen. Zwar selten und immer von guter Qualität, aber eben immer auch aus freien Stücken und weil ICH es will und mich nicht von einem Etikett, das ich mir selbst aufklebe, verbiegen lassen will. Also: Ich finde es wirklich große Klasse, dass du so offen sprichst! Ich finde, ihr wirkt schon immer anders (im Positiven) und eigenwillig und ich kann euch nur ermutigen, weiterhin EUER Ding zu machen. Denn es ist eben eures. Ganz liebe Grüße!

  5. Hallo,
    ja, diese komischen gefühle, wie hannelore beschreibt, hatte ich auch schon oft, weil wir einen kachelofen in der küche haben, da hiess es dann, was “ du kochst?“ oder, „ihr habt hühner“?
    wir wählen unser essen auch bewusst aus……und hoffe, dass ihr die richtigen menschen findet…
    alles gute für eure zukunft.

    herzliche grüsse
    marion

  6. Hallo,
    du sprichst mir aus tiefster Seele und ganz genau auf den Punkt.
    Ich habe auch immer dieses (bisher) so halbbewußte sehr sehr ungute Gefühl bei diesen Labels.
    Und diese komischen Gefühle, ja Ängste, wenn man in einem Gespräch mit Veganern z.B. fast mal Butter erwähnt hätte oder Honig, oder daß man 2 – 3 mal im Jahr mal gerne und mit Genuß ein Ei ißt.
    Ich bin auch am Wachsen und immer bewußter werden – und euer Blog hat mir da so eine große
    Auswahl von herrlichen Rezepten und damit so richtig Rückenwind gegeben!
    Und DANKE für deine Formulierung: ich bin ein Mensch, der sein Essen bewußt auswählt, weil es einen Unterschied macht. Klasse.
    Alle guten Wünsche für eure anstehende Veränderung!!!
    Herzliche Grüße
    Hannelore

  7. Hallo,
    heute nachmittag am Esstisch fiel bei uns irgendwie die Aussage: „Ich bin ja nicht vegan.“ Mein spontaner Kommentar war: Stimmt. Hier ist nämlich keiner vegan. Wir sind alle tierisch.“ Ich wusste wie es gemeint war, aber genau…nach „ich bin“ kommt nichts oder unendlich viel. Aber bitte keine Schublade oder ein Etikett.
    Alles gute für Euch! Ihr findet euren Weg.
    Liebe Grüße, Thorsten

  8. Ich finde es gibt auch einen Unterschied zwischen „ich bin vegan“ und „ich esse vegan“ – auch dann wenn vegan-essen auch den Verzicht auf Leder usw mit einschließt.
    „Ich bin“ hat ja zuerst einmal mit mir ganz tief drin zu tun und nicht mit „wie ich mein Essen zu mir nehme“, auch wenn da Zusammenhänge bestehen.
    Toll finde ich, wie gut dir / euch das gelingt, so unterschiedliche Essgewohnheiten zu akzeptieren, zu respektieren und offen zu sein. Das fällt mir schwer.
    Liebe Grüße
    Yvonne

  9. Moin! Also ich les schon ganz lange immer in eurem Blog rum und: bin immer noch und wieder begeistert! Super Rezepte, die wirklich funktionieren und fantastisch schmecken. Alltagstauglich auch mit drei Kindern. Tolle, berührende, inspirierende und bestätigende Texte- sowie der obenstehende. Ich könnte jetzt weiter und weiter lobhudeln, machs aber kurz: ich find euch RICHTIG GUT!
    Achja, auch noch ne Frage zu dem Rezept: geht auch wohl Cashewmus? Ich hab kein Mandelmus da und es klingt so lecker.

  10. Endlich sagt das mal einer von „den Großen“, „den Bekannten“. Als ich durch riesige Markthallen ging, die mit toten Tieren behangen waren, zog ich mal in Erwägung, vegetarisch zu werden. Aber daraus ist nie etwas geworden. Nicht weil ich den Geschmack von Fleisch so liebe, sondern weil ich mich weigere, mich irgendwie zu betiteln. Wenn ich vor dem gleichen Problem stand wie du, dass ich einfach nicht das essen wollte, was es zur Auswahl gab, versuchte ich es mit „ich möchte lieber vegetarisch essen“, oder ich hatte keinen Hunger. Denn ebenso wie du fühlte ich mich nicht richtig dabei zu sagen „Ich bin Vegetarier.“

    Ich bin was ich bin. Und erstaunlicherweise werde ich im Alltag regelmäßig damit konfrontiert, dass ich doch dieses oder jenes sei. Gerade vorgestern wieder, als ich mit nem Schokoladenbrötchen über den Hof ging und mein Kollege mich ansprach „Darfst du das denn essen? Du bist doch…“ und ich unterbrach ihn sofort „…gar nichts. Ich bin Allesfresser.“ „Aber du isst doch immer so andere Sachen.“ kam es unbeholfen zurück…
    Dass dir das passiert, wundert mich weniger. Aber ich für meinen Teil mache das weder beruflich noch halte ich irgendwelche Vorträge dazu. Ich esse halt mein rotes Sauerkraut in der Pause und mache mein Brot selber. Das scheint schon abnormal genug zu sein und ein Label zu brauchen.

    Auch wenn ich neulich schon sofort „hier“ schreien wollte, als ich las, dass ihr aufbrecht, so bleibt mir wohl nichts anderes übrig als euch die Daumen zu drücken. Und das tue ich!

  11. Du Knallerfrau! Das ist Inklusion, das ist Liebe und das ist Offenheit und Toleranz – davon schmiere ich mir auch gerne aufs Brot ! Merci für deine Worte Sister . Love Klara

  12. Hallo, das hast du ganz fantastisch geschrieben. Ja genau so denke ich auch. Ihr findet ganz bestimmt die Menschen die zu euch passen oder umgekehrt. Alles Liebe euch und danke für das tolle Rezept.

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