Lieber Rohkost-Gott! Sei doch nicht so!
Brot. Das Thema kommt hier auf dem Blog immer wieder, denn ich bin leider eine ziemliche Brotliebhaberin. Wenn ich lange kein Brot esse, fehlt mir was. Gäbe es einen Rohkost-Gott, würde er mich dafür ächten und zu mir sprechen: „Dann machst du etwas falsch!“ Und je nachdem, aus welcher Richtung er käme, würde er hinzufügen: „Du isst zu wenig Grün!“, „Du isst zu viel Fett!“, „Du isst zu viele Früchte!“ oder „Du isst zu wenig Früchte!“. Nun ja, lieber Rohkost-Gott. Ob ich alles richtig mache, weiss ich nicht. Aber wenn du mal ehrlich wärst, würdest du zugeben, dass man gar nicht alles richtig machen kann und dass es auch andere Gründe für die Lust auf bestimmte Lebensmittel gibt. Wir sind nämlich kulturelle Wesen, traditionelle Wesen, rituelle Wesen. Das alles hat evolutionär einen Sinn (so argumentierst du doch selbst immer gerne!), denn genau diese Dinge haben menschliche Gemeinschaften stabil gehalten. Und viele von uns sind nun mal mit dem Schmieren von Brot gross geworden. Täglich, in der Kindheit, beim Zanken mit den Geschwistern und beim Diskutieren der wirklich wichtigen Fragen: Warum sind eigentlich die Dinos ausgestorben?
Wir kennen die Antwort des Rohkost-Gottes: „Schlimme Traditionen muss man hinter sich lassen.“ Mmh. Wir kommen wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Denn statt gegen mein tiefstes Inneres anzukämpfen, lasse ich es mir lieber gut gehen: Mit einem rohen Brot, einem rohen Aufstrich drauf und den wichtigen Fragen des Lebens. Warum verflixt nochmal sind denn jetzt die Dinos ausgestorben??


Tomaten-Pizza-Brot
von NaturkraftPurZutaten
- 150 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Paranüsse
- 70 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Sonnenblumenkerne
- 70 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Tomaten getrocknet
- 70 g Buchweizen
- 120 ml Karottensaft
- 80 g Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Leinsamen - gemahlen
- 2 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Thymian
- 1 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Basilikum getrocknet
- 1/2 TL Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Koriander gemahlen
- 1 Prise Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Fenchelsamen
- Etwas Es handelt sich hier um einen Affiliate Link, das heisst ich erhalte einen kleinen Betrag bei Bestellung. Der Artikel kostet für dich dadurch nicht mehr.Salz
Zubereitung
- Paranüsse, Sonnenblumenkerne, Buchweizen und getrocknete Tomaten zusammen mit den Gewürzen in einer Küchenmaschine zerkleinern. Die Grundlage des Brotes sollte nicht zu fein sein.
- Dann den Karottensaft hineingeben und nochmals kurz durchmixen.
- Alles in eine Schüssel geben und die Leinsamen gleichmässig unterrühren. Abschmecken.
- Etwa 20 Minuten ruhen lassen.
- Den Teig nun auf Backpapier oder die Dörrfolie auf einen Einlegeboden des Dörrgeräts legen. Der Teig reicht für ein Blech.
- Am einfachsten ist es, ein weiteres Backpapier oder eine weitere Dörrfolie auf den Teig zu legen und den Teig mit der Kuchenrolle so auszurollen. So bleibt nichts kleben.
- Ausgerollten Teig in gewünschte Brotscheiben schneiden. Eventuell bröselige Ränder sauber abschneiden und daraus zusätzlich kleine Brote formen.
- Nun für etwa 12 Stunden bei 42 Grad dörren.
- Fertiges Brot im Kühlschrank aufbewahren.
Notizen
Das Grundlagen-Brot dazu: Das Rohkost Brot.
6 Kommentare
Hallo,
würde das Brot gerne ausprobieren, mag aber keine Paranüsse. Kann man das Brot auch mit anderen Nusssorten machen?
Liebe Grüße
Petra
Klar! Ich würde es alternativ mit Mandeln probieren. Allerdings kommen die Paranüsse mit ihrem Eigengeschmack gar nicht so heraus… 🙂
Danke 🙂 Werde es dann mal morgen doch mit Paranüssen probieren 🙂
Hab das Tomaten-Pizza-Brot heute gemacht und es schmeckt super! Das kann man auch pur essen, es hat einen ganz tollen herzhaften Geschmack, richtig lecker!
Hallo,
ich gehörte zwar früher gar nicht zu den Brotliebhabern, bin es erst geworden, nachdem ich rohes Brot kennengelernt hatte. Es ähnelt eher dem Knäckebrot, was ich früher schon mochte. Rohbrot zusammen mit rohem Aufstrich gehört zu meinem täglichen Speiseplan.
Nachdem ich letztens Euer Buchweizen-Gemüse-Brot ausprobiert habe, werde ich als Nächstes mal dieses Rezept testen. Eine Frage stellt sich mir allerdings: wieso sollten die angekeimten Zutaten anschließend wieder getrocknet werden? Sie kommen doch sowieso mit feuchten Zutaten zusammen in eine Schüssel.
Eine weitere Frage:
Nach dem Verstreichen auf dem Blech teile ich das Brot in kleinere Stücke.
Nach einer gewissen Trocknungszeit wölben sich die Stücke dann an den Rändern immer nach oben. So lässt es sich nicht so praktisch lagern und bestreichen. Weißt Du einen Trick, wie man das verhindern kann?
LG
Bonnie
Hey Bonnie!
Du kannst die angekeimten/eingeweichten Zutaten auch feucht verwenden, allerdings müsstest du wahrscheinlich weniger Möhrensaft oder mehr Leinsamen verwenden. Es ist einfach praktisch, immer einen Vorrat zu haben. Wir lassen Getreide keimen, weichen Nüsse ein und tun sie dann in einem großen Schwung ins Dörrgerät. Wenn wir ein Rezept machen wollen, haben wir die Zutaten schon fertig und sparen uns so die Einweich- und Keimzeiten. 🙂