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Tag 20 der Transformationsphase: Die Reflexion nach der Ausnahme

Tag 20 der Transformationsphase: Die Reflexion nach der Ausnahme 1
Tief und lange habe ich geschlafen. Doch als ich aufwache, fühlt sich mein Bauch ungewohnt „dick“ an, meine Verdauung träge. Mein erster Impuls? Schlechtes Gewissen.

Doch genau das wollte ich nicht. Also halte ich inne. Ich drehe meine Gedanken – weg von Schuldgefühlen, hin zur Neugier:
  • Wie lange braucht mein Körper, um wieder in die Ketose zu kommen?
  • Wie wirkt sich die Ausnahme auf meine Motivation aus?
Statt mich in Selbstvorwürfen zu verlieren, kehre ich bewusst zu meiner Routine zurück. Ich trinke mein Super-Ketose-Getränk und bereite mir meinen Hats-in-sich-Shake zu.

Und genau in diesem Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen.

Gestern hatte ich meinen Shake nicht getrunken. Der grosse Hunger am Morgen hatte mich so aus der Bahn geworfen, dass ich anstatt dem Shake einen Magerquark mit Grapefruit gegessen habe. Wenn ich Mahlzeiten drehe, dann nehme ich normalerweise den Shake einfach mit und trinke ihn später, aber diesmal habe ich ihn komplett vergessen.

Ich dachte, ich sei noch in meiner Routine – dabei war ich es nicht mehr.

Warum kam es überhaupt zu dieser Heisshungerattacke?

Ich gehe die letzten Tage durch und erkenne, dass sich bereits am Donnerstag Fehler eingeschlichen habe:

Ich habe Magerquark und Hüttenkäse pur gegessen – ohne Gemüse. Beides enthält Kohlenhydrate. Ohne Ballaststoffe schiessen die Kohlenhydrate bzw. der Zucker direkt ins Blut – also könnte ich da schon aus der tiefen Ketose gefallen sein.

Am Freitagmorgen hatte ich wieder Magerquark mit Grapefruit – diesmal sogar etwas mehr als sonst.
Das könnte mich endgültig aus der Ketose geworfen haben.

Dann die fehlenden Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Mein Körper könnte in ein Mangelzustand gefallen sein. 

Dazu die kurz Nacht, die vielen Emotionen, der grosse Hunger – eine schlechte Kombination aus allem.

Diese Erkenntnisse sind so wertvoll und ich merke, dass ich achtsam bleiben darf, auch wenn sich alles so leicht und routiniert anfühlt.

Mein Durchbruch: Kein kompletter Kontrollverlust

Trotz der gestrigen Heisshungerattacke bin ich nicht komplett in alte Muster gefallen. Ich konnte mich bremsen, habe bewusst entschieden, zu geniessen – aber ohne Eskalation.

Früher hätte ich gedacht:
 „Jetzt habe ich schon angefangen – jetzt erst recht!“

Doch dieser Gedanke kam dieses Mal nicht – oder zumindest konnte ich ihm entgegenwirken.

Ich habe bewusst gehandelt, nicht nur aus Impuls. Und genau das fühlt sich gerade total als Erfolg an.

Irgendwie habe ich das Gefühl, einen Meilenstein gemeistert zu haben. Ich habe ein altes Muster bewusst durchlebt – und diesmal durchbrochen.

Während der Heisshungerattacke fühlte ich mich für einen kurzen Moment wie in meiner Teenagerzeit, als ich mit einer Essstörung kämpfte. Aber ich habe anders reagiert. Ich habe so gehandelt, dass ich nach der Heisshungerattacke stolz auf mich sein kann und das fühlt sich richtig gut an. Musste das vielleicht passieren? War ich bereit für diesen Schritt? Gehörte das zur Tiefenentgiftung dazu? Wer weiss – vielleicht.

Ein inspirierender Vormittag

Am Vormittag habe ich ein 1:1-Zoom-Gespräch, das ich als Bonus für die Teilnehmer des Live-Zooms am Donnerstag angeboten habe. Und wow – was für ein inspirierendes Gespräch, das mich total erfüllt hat.
 
Nach dem Gespräch kommen noch Freunde zu Besuch, und ich spüre, dass ich heute ganz bewusst darauf achten darf, genug zu essen – auch wenn mein Hungergefühl nach wie vor nicht stark ist. Mein Körper fühlt sich noch immer etwas voll an, doch ich weiss, dass es jetzt wichtig ist, wieder in den Rhythmus zu kommen.

Die nächste Herausforderung

Am Nachmittag geht’s zum Einkaufen und dann in die Küche, um Speisen für den morgigen Volleyball-Match-Tag vorzubereiten:
  • Kuchen
  • Pasta-Salat
  • Birchermüesli
  • Sandwiches
  • Apéro-Gebäck
Ich weiss, dass das eine besondere Herausforderung für mich wird. Denn normalerweise gilt für mich: Wenn ich etwas zubereite, muss ich es probieren.

Doch heute tue ich es nicht. Und es fällt mir erstaunlich leicht.

Die gestrige Ausnahme hat mich quasi „immun“ gegen jegliche Versuchung gemacht. Ich verspüre nicht den geringsten Drang, etwas zu kosten. Stattdessen kann ich mich voll und ganz auf das Zubereiten konzentrieren, ohne mich von meinem Verlangen steuern zu lassen.

Und das fühlt sich ebenfalls richtig gut an.

Der Körper reagiert: Trägheit statt Energie

Obwohl ich letzte Nacht tief und lange geschlafen habe, fühle ich mich heute müde und träge. Mein Körper arbeitet noch mit der Ausnahme – und ich merke, dass ich so schnell wie möglich wieder in die Ketose kommen will.

Meine Ausnahme fühlt sich zurzeit als Motivationsbooster an. Bleibt das?

Mein Essen heute:

Mittagessen: Stangensellerie mit Hüttenkäse-Dip
Abendessen: Gurken-Tomaten-High-Protein-Mozzarella-Salat

Und mein aktuelles Motto: Zurück in die Ketose, zurück in die Energie – und zurück zum super Körpergefühl!


Liebe Grüsse
Jacqueline

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